Österreich - Dänemark, 15.9.2012 (A-Frauen)
Am Samstag, dem 15. September 2012, um 18:00 Uhr fand das Qualifikationsspiel für die Frauen-EM 2013 gegen Dänemark in der NV Arena in St. Pölten statt. Das von Schiedsrichterin Alexandra Ihringova (ENG) geleitete Spiel endete mit einem 3:1-Sieg für Österreich. Die Treffer für Rot-Weiß-Rot erzielten Verena Aschauer (42.) und Nina Burger (47., 79.), für Dänemark traf Nadia Nadim (90.+2). Es waren 2.700 Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion.
Nach dem Frust beim Spiel gegen Deutschland kam diese Partie des Frauen-Nationalteams wenige Tage später genau richtig. Es war bereits das dritte Mal, dass wir Hurricanes das Frauen-Nationalteam unterstützten; erstmals war auch Pielachtal mit an Bord. Natürlich hatten sich auch die SauKarln angekündigt. Sportlich war dieses Qualifikationsspiel besonders interessant, weil Österreich gegen den bis dahin ungeschlagenen Gruppenführer Dänemark spielte, der in der laufenden Qualifikation noch kein einziges Gegentor kassiert hatte. Die Däninnen waren also sehr stark, aber auch die Österreicherinnen hatten nach dem Sieg gegen Portugal in Wiener Neustadt, bei dem wir Hurricanes live dabei gewesen waren, und dem Auswärtssieg gegen Tschechien bereits das Play-off erreicht. Zudem wurde als Austragungsort die neue NV Arena in St. Pölten gewählt, die wir auf unserer Stadionliste ebenfalls abhaken wollten.
Die Organisation durch den SKN lief recht gut. Wir bekamen eine Tribüne auf der Torseite des Stadions, wo wir ungestört unser Programm aufziehen konnten. Das restliche Publikum war vor allem auf der Längsseite und auf der gegenüberliegenden Torseite platziert. Dieser Platz war auch ideal für unsere Medienabteilung. Leider war eine Akkreditierung kurzfristig nicht mehr möglich, beim nächsten Mal sollte aber auch das klappen. Zu unserer großen Freude wurden uns Freikarten zugesprochen, vorausgesetzt, dass wir für entsprechende Stimmung sorgen. Das war aber ohnehin eingeplant. Besonders erfreulich war auch, dass das Spiel an einem Samstag stattfand. Zum ersten Mal in unserer Ära fand ein Fußballspiel am Wochenende statt. So etwas hätten wir auch gerne beim Herren-Team, da wir uns für Spiele außerhalb von Wien wegen der Anreise und des Choreoaufbaus sonst immer zumindest einen Tag freinehmen müssen.
Wir verließen Schwechat gegen 16:00 Uhr mit mehreren Autos. Weitere Hurricanes reisten unabhängig an, wir trafen uns dann direkt beim Stadion. Die SauKarln waren zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort, Pielachtal kam rund 15 Minuten später dazu. Die Einlasskontrolle verlief sehr unkompliziert; so sollte es auch beim Herren-Team sein. Wir machten uns mit diversen Schlachtgesängen schon vor dem Stadion und beim Betreten des Stadions bemerkbar und bauten anschließend in Ruhe den Sektor auf.
Es war genau genug Platz für unsere drei Fanklub-Banner sowie das Banner der Sektion Puchberg. Die gegen Deutschland abgesagte Doppelhalter- und Fahnen-Choreo zur zweiten Halbzeit wurde nun nachgeholt. Dabei wurden im Vorfeld zahlreiche Doppelhalter und Fahnen verschiedener Größen in unserem Block verteilt. Trotz der vergleichsweise kleinen Gruppe ergab sich so ein gelungenes, stimmiges Bild. Unbedingt notwendig war die Formierung eines kompakten Blocks, damit der Support wirklich gut gelang. Die Fahnen waren über den Block gut verteilt, und wir schafften es tatsächlich, dass über 90 Minuten gesehen immer zumindest eine Fahne, meistens sogar zwei oder drei Fahnen, geschwenkt wurden. Probleme wegen Sichtbehinderung, wie es sie gegen Deutschland gegeben hatte, blieben diesmal aus.
Leider hatten wir diesmal einiges Pech mit dem Material. Bevor das Spiel begann, zerbrachen bereits zwei unserer vier Trommelschläger. Zudem wurde die Stange einer unserer kleineren Fahnen bei der Choreo beschädigt. Das größte Problem entstand aber erst, als unsere Trommel nach rund fünf Minuten in zwei Teile zersprang. Da unsere zweite Trommel im Fanklublager lag, musste eine Notlösung mit Klebeband her. Für den Support war diese Situation nicht gerade ideal; trotzdem versuchten wir, das Programm zunächst mit Gesängen ohne Trommelrhythmus aufrechtzuerhalten. Die Reparatur dauerte länger als gedacht, und so wurde zunächst provisorisch weitergetrommelt, während die beiden Teile mehrfach mit Klebeband zusammengeklebt wurden. Mitte der ersten Halbzeit ging es dann wieder normal weiter.
Was beim ausverkauften Happel-Stadion nicht möglich ist, wurde hier erfolgreich umgesetzt: abwechslungsreiche Gesänge mit teilweise anspruchsvolleren Texten und Trommelrhythmen als „Immer wieder Österreich“ und „Auf geht’s, Österreich, schieß ein Tor“. Dass neue Lieder nicht schwer zu erlernen sind, bewiesen unsere neuen Mitglieder und auch Nichtmitglieder, die nach zwei bis drei Durchgängen lautstark mitsangen. Der Support war von A bis Z tadellos, und zwar von allen drei Fanklubs. Alle waren hoch motiviert, klatschten mit und sangen mit. Zwar war der Block nicht besonders groß, doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Im restlichen Stadion hörte man uns gut, und auch im TV waren wir öfter zu sehen und zu hören.
Zur zweiten Halbzeit gab es ein reines Fahnenmeer mit teilweise sehr großen Fahnen. Auch dieses Bild war sehr gelungen. Die Österreicherinnen zeigten eine extrem starke Leistung, erzielten zwei wichtige Tore kurz vor und kurz nach der Halbzeit und besiegten die Däninnen letztlich verdient mit 3:1. Wir ließen die Spielerinnen feiern, und sie bedankten sich für den lautstarken Support. Nach einem der womöglich stimmungsvollsten Auftritte unserer Ära ging es traditionell in ein bekanntes Fast-Food-Restaurant.
