Österreich - Bulgarien 0:2, 10.11.2011 (U21-Herren)
Am Donnerstag, dem 10. November 2011, um 18:00 Uhr fand das U21-EM-Qualifikationsspiel für die EM 2013 gegen Bulgarien im Wiener Neustädter Stadion in Wiener Neustadt statt. Das von Schiedsrichter Jewchen Aranowskij (UKR) geleitete Spiel endete mit einer 0:2-Niederlage für Österreich. Die Tore für Bulgarien erzielten Momchil Zwetanow (1.) und Rosen Kolew (8.). Es waren 2.000 Zuschauer im Stadion.
Nach dem letzten Auftritt im September beim EM-Qualifikationsspiel der A-Nationalmannschaft gegen die Türkei im Happel-Oval ergab sich bis zum Jahresende eine längere Lücke. Die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele der A-Nationalmannschaft fanden auswärts in Aserbaidschan und Kasachstan statt, ein Freundschaftsspiel wurde in der Ukraine angesetzt. Um zumindest noch einen Auftritt vor der Winterpause zu absolvieren, entschieden wir uns, das U21-Team zum ersten Mal in der laufenden EM-Qualifikation zu unterstützen. Da dieses am Donnerstag, dem 10. November, in Wiener Neustadt ein Spiel gegen Bulgarien bestritt, erhofften wir uns von Anfang an breites Interesse unter unseren Mitgliedern. Daher rührten wir die Werbetrommel und begannen bereits im September mit den Vorbereitungen.
Grundsätzlich wollten wir den Auftritt so gestalten, wie er künftig auch bei Spielen der A-Nationalmannschaft ablaufen sollte. Da wir dafür einen größeren Fanblock brauchten, luden wir auch die anderen Team-Fanklubs ein. Letztlich kamen die SauKarln und die Red-White-Eagles dazu, außerdem einige weitere Unterstützerinnen und Unterstützer. Gemeinsam wollten wir einen möglichst geschlossenen Auftritt gestalten. Intensive Abstimmungen gab es mit dem ÖFB, da wir aus praktischen Gründen die Gästetribüne nutzen wollten. Diese war jedoch wegen fehlender Sitzplätze gesperrt. Außerdem war zunächst freier Eintritt zugesagt worden, diese Zusage wurde später aber wieder zurückgenommen. Positiv verlief die Zusammenarbeit mit der Medienabteilung: Unser Kameramann erhielt zum ersten Mal eine Akkreditierung und durfte sich dadurch frei bewegen.
Im Vorfeld des Spiels erweiterten wir unser Fanmaterial um zwei Trommeln, eine bemalte 16 m² große Fahne, eine unbemalte 8 m² große Fahne, eine bemalte 6 m² große Fahne, drei unbemalte 3 m² große Fahnen und eine unbemalte 2 m² große Fahne. Außerdem wurde lange an einer Choreografie gearbeitet. Dafür fertigten wir von Hand 30 rote und 15 weiße, jeweils 1,5 m² große Doppelhalter an, die auch als Fahnen einsetzbar waren, und bemalten ein 10 m langes Transparent mit der Aufschrift „Vollgas!“. Hinzu kam eine neuerliche Bestellung bei Spreadshirt für Shirts und Sweater.
Organisatorisch waren einige Dinge bis zum Schluss unklar. So verkaufte uns der ÖFB keine Karten im Vorfeld, sondern wir mussten sie selbst an der Abendkasse besorgen. Das war insofern ein kleines Problem, als wir nicht geschlossen nach Wiener Neustadt fahren konnten. Ein Teil fuhr bereits am Nachmittag mit dem Material los, weitere Gruppen folgten später mit dem Auto oder dem Zug.
Vor Ort war zunächst unklar, wo wir uns auf der leeren und unüberdachten Tribüne platzieren sollten, weil die Choreografie nicht durch die Eingänge beeinträchtigt werden durfte. Außerdem stellte sich die Frage, wie das Banner aufgehängt werden sollte, da zwischen Tor und Tribüne ein Netz aufgespannt war und es nicht am Gerüst befestigt werden konnte. Mit Mühe und Not konnten wir es schließlich am Netz fixieren. Anschließend bauten die anwesenden Hurricanes die Choreografie auf. Einige Gruppen sowie unser Kameramann trafen erst relativ spät ein. Das war insofern problematisch, als die Mitwirkenden noch für die Choreografie eingewiesen werden mussten. Dennoch klappte alles, und wir warteten auf den Spielbeginn.
Bei der Choreografie wurde vorne ein Transparent mit der Aufschrift „Vollgas!“ hochgezogen. Es war rot-weiß-rot gestreift und bestand aus drei Balken. Hinter jedem Balken standen 15 Doppelhalter. Nach einiger Zeit wurde aus jedem Doppelhalter eine Stange herausgenommen, wodurch die Doppelhalter zu Fahnen umfunktioniert wurden. Der zweite Teil der Choreografie bestand damit aus einem Fahnenmeer. In der Mitte wurde unsere 6 m² große Fahne mit dem Wirbellöwen als Erkennungszeichen geschwungen.
Kaum hatten wir den ersten Fangesang nach Spielbeginn angestimmt, musste das U21-Team jedoch das erste Gegentor hinnehmen. Nach nur 35 Sekunden führte Bulgarien mit 1:0. Das tat der Stimmung naturgemäß nicht gut, und so war es von Anfang an schwierig, dauerhaft Stimmung aufzubauen. Bereits in der 8. Minute fiel dann das 0:2.
Ein Schwerpunkt bei diesem Spiel war das Singen unserer neuen Fangesänge. Dazu wurden auch zwei neue Trommler eingewiesen. Wir mussten in Kauf nehmen, dass es etwas leiser war, da nicht alle die Texte kannten. Dennoch machte es mehr Spaß, neue Gesänge auszuprobieren, als ständig „Immer wieder Österreich“ zu singen – auch wenn dieser Gesang ironischerweise der lauteste war. Einige neue Lieder funktionierten bereits gut, andere weniger. Hier gilt es weiter zu üben und den Fans die Gesänge näherzubringen.
Ein weiterer Schwerpunkt war der erstmalige Einsatz des neuen Materials. Besonders erwähnenswert ist, dass in der zweiten Halbzeit sogar die 16 m² große Fahne für einige Minuten geschwungen wurde. Der letzte große Schwerpunkt war die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation mit den anderen Fanklubs. Das Spiel sollte zusammenschweißen, und das tat es gewiss. Sportlich verlor das U21-Team überraschend mit 0:2. Damit erlebten wir seit Beginn unserer Auftritte bei Nationalteamspielen bereits die siebte Niederlage im neunten Spiel. Bedauerlicherweise bedankten sich die Spieler nicht für unsere durchgängige Unterstützung. Nach dem Spiel drängten die Ordner auf einen raschen Abbau und das Verlassen des Stadions. Der Abend klang traditionell bei McDonald’s aus.
