Irland - Österreich, 1.10.2016 (A-Herren)
Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, um 19:45 Uhr Ortszeit (20:45 Uhr MESZ) fand das dritte Spiel Österreichs in der Gruppe B3 der Liga B der UEFA Nations League 2026/27 gegen Irland im Aviva Stadium in Dublin statt. Das von Schiedsrichter Allard Lindhout (NED) geleitete Spiel endete aus österreichischer Sicht mit einem 2:2-Unentschieden. Die Tore erzielten Troy Parrott (12., 45./Elfmeter) für Irland sowie Alexander Prass (71.) und Michael Gregoritsch (77.) für Österreich. Im Stadion waren 45.784 Zuschauerinnen und Zuschauer. Österreich blieb damit auch im dritten Gruppenspiel ungeschlagen und führt die Gruppe B3 mit sieben Punkten weiterhin an.
Nach den beiden Heimsiegen gegen Israel und den Kosovo ging es für das österreichische Nationalteam diesmal nach Dublin. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen reiste Österreich nach Irland und wollte auch auswärts die erfolgreiche Serie fortsetzen. Für die Mannschaft von Ralf Rangnick war es das dritte von insgesamt vier Spielen innerhalb dieses Nations-League-Lehrgangs.
Wie bei Auswärtsspielen mittlerweile üblich, reisten auch diesmal viele Hurricanes-Mitglieder individuell an. Manche waren bereits einige Tage zuvor in Irland, andere kamen erst kurz vor dem Spiel nach Dublin. Im Wesentlichen traf man sich daher erst im Stadion wieder. Schon vor dem Spiel waren in Dublin zahlreiche österreichische Fans unterwegs. Vor allem in den Pubs traf man immer wieder auf rot-weiß-rote Anhänger. Österreichische und irische Fans feierten gemeinsam und sorgten für eine ausgesprochen freundschaftliche und entspannte Atmosphäre.
Im Stadion bezogen wir Hurricanes gemeinsam unsere Plätze im österreichischen Block. Dabei kam erstmals unser neues Auswärtstransparent zum Einsatz. Das zwei Meter breite und einen Meter hohe Banner wurde von uns selbst angefertigt und orientiert sich optisch an unserem neuen Heimbanner, das wir anlässlich unseres 15-jährigen Jubiläums gestaltet hatten. Es ist speziell für unsere Auswärtsspiele konzipiert.
Das Aviva Stadium selbst ist für österreichische Fans kein unbekannter Ort. Bereits 2013 und 2017 gastierte das Nationalteam in Dublin. 2013 waren wir erstmals im damals noch relativ neuen Stadion, das 2010 eröffnet wurde. Auch 2017 waren die Hurricanes vor Ort und koordinierten damals sogar den Support im österreichischen Block. Im Vergleich zu den damaligen Besuchen gab es diesmal allerdings eine wichtige Neuerung: Erstmals war eine Trommel im österreichischen Block erlaubt. 2013 und 2017 hatte der irische Verband sowohl Megafon als auch Trommel untersagt, wodurch der Support ohne diese Hilfsmittel organisiert werden musste. Auch diesmal blieb das Megafon verboten. Eine Trommel ist für die Koordination der Kurve allerdings von enormer Bedeutung und erleichterte den Support deutlich.
Sportlich erwischte Österreich keinen guten Start. Troy Parrott brachte Irland bereits in der 12. Minute in Führung. Österreich tat sich in der ersten Halbzeit schwer, richtig ins Spiel zu finden. Kurz vor der Pause erhöhte Parrott per Elfmeter sogar auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft deutlich verbessert. Österreich spielte wesentlich ambitionierter und vermittelte auch auf den Rängen das Gefühl, dass noch etwas möglich sein könnte. In der 71. Minute gelang Alexander Prass der Anschlusstreffer zum 1:2. Nur wenige Minuten später verwandelte Michael Gregoritsch einen Freistoß direkt zum 2:2. Innerhalb von sechs Minuten hatte Österreich damit einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. In der Schlussphase waren sogar noch Chancen auf den Sieg vorhanden, doch letztlich blieb es beim 2:2. Nach einer schwachen ersten Halbzeit hatte Österreich eine starke Reaktion gezeigt und sich einen Punkt aus Dublin erkämpft.
Auch im österreichischen Block machte sich der Anschlusstreffer deutlich bemerkbar. Die Fans versuchten immer wieder, gegen die irische Unterstützung anzukämpfen. Wenn die irischen Fans richtig loslegten, waren sie allerdings nur schwer zu überhören. Gerade solche Phasen sorgten für eine besondere Atmosphäre im Aviva Stadium. Mit rund 1.400 österreichischen Fans war der Gästeblock diesmal deutlich kleiner als bei den vergangenen Auftritten in Dublin. 2013 und 2017 konnten die österreichischen Anhänger noch eine komplette Tribüne für sich beanspruchen, diesmal war es nur noch etwa die Hälfte. Der Termin unter der Woche, die beiden früheren Auftritte im Aviva Stadium sowie das geringere Interesse an der Nations League im Vergleich zu einer Qualifikation oder einer Endrunde dürften dabei eine Rolle gespielt haben.
Nach dem Schlusspfiff setzte sich die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den österreichischen und irischen Fans fort. Für die Hurricanes ging damit ein weiterer Auswärtsabend in Dublin zu Ende – diesmal auch mit der Premiere unseres neuen Auswärtsbanners. Während einige Hurricanes-Mitglieder bereits die Heimreise antraten, blieben andere noch einige Tage in Dublin. Für einen Teil geht es allerdings schon wenige Tage später weiter nach Pristina zum letzten Spiel dieses Länderspielblocks. Dort werden wir erneut mit unserem neuen Auswärtstransparent die österreichische Mannschaft unterstützen.
